Die Heinrich Schmidt Gruppe hat ihre seit 2013 eingesetzte Telematiklösung mit neuer Hardware und dem Flotten- und Transportmanagementsystem FleetVision wesentlich erweitert und steuert damit 360 LKW an 17 Standorten zentral und effizient.
Der Plan der Heinrich Schmidt Gruppe war ehrgeizig und ambitioniert: Um den eigenen Fuhrpark noch effizienter und zentral steuern zu können, sollten an 17 Standorten in 5 Bundesländern 360 LKW mit neuen Telematik-Boxen von AddSecure ausgerüstet werden. Die ursprüngliche Hardware war bereits 11 Jahre alt und für den aktuellen LTE Mobilfunkstandard nicht mehr geeignet.
Das im August 2024 gestartete Großprojekt war auf zwölf Monate angelegt. „Durch die extrem gute Zusammenarbeit und die zuverlässigen Techniker von AddSecure konnten wir die Umstellung in nur sieben Monaten, also fast doppelt so schnell abschließen“, betont Logistikleiter Markus Schmitz. Der aufwändige Umbau war die Voraussetzung, um das Fuhrparkmanagement mit einer größeren Datenbasis noch leistungsfähiger zu machen.
Überblick ohne Mandantenwechsel
Die neuen Boxen senden die Fahrzeug- und Tachodaten an das von AddSecure entwickelte Flotten- und Transportmanagement-System FleetVision. Neben der reinen Ortung werden damit Tachodaten, Verbrauchswerte, Tank- und Akkustände sowie die Geschwindigkeitsprofile an eine zentrale Plattform übertragen. FleetVision speichert und analysiert die Daten in Echtzeit und stellt sie je nach Nutzerprofil den beteiligten Mitarbeitenden der Heinrich Schmidt Gruppe zur Verfügung. „Mit FleetVision sehe ich jetzt alle 360 Fahrzeuge unserer 17 Standorte auf einen Blick, ohne dafür den Mandanten wechseln zu müssen“, erklärt Schmitz, der mit der Lösung auch sämtliche Verstoß-Analysen der Lenk- und Ruhezeiten erstellt.
Als Verkehrsleiter war für Schmitz besonders wichtig, dass neben den Tachodaten auch die für ihn relevanten Dokumente wie HU-Berichte, Werkstattrechnungen, Versicherungs-Policen und GüKG-Lizenzen rechtssicher und zentral in FleetVision archiviert werden. „Die intelligente Archivierung von FleetVision hilft uns sehr, zumal personenbezogene sensible Daten gemäß der gesetzlichen Bestimmungen nicht länger als zwei Jahre aufbewahrt werden dürfen. FleetVision löscht diese Daten automatisch,“ berichtet Schmitz.
Umfangreiches Kosten-Modul
Bei Neuanschaffungen im Fuhrpark setzt Schmitz auf die umfangreichen Kostenrechnungs-Funktionen von FleetVision. Auf Basis der tatsächlichen Reparatur- und Fixkosten sowie der Verbrauchswerte berechnet die Software die Wirtschaftlichkeit. „Ich kann jetzt von Mönchengladbach aus beurteilen, welcher LKW am Standort Stralsund die höchsten Kilometerkosten verursacht und am schnellsten ausgetauscht werden sollte“, berichtet Schmitz, der diese Daten auch über eine App aufrufen kann.
Den weiteren Nutzen von FleetVision erschließt sich die Heinrich Schmidt Gruppe Schritt für Schritt. In wöchentlichen Videokonferenzen mit AddSecure werden die offenen Wünsche geäußert und diskutiert. „Die Zusammenarbeit mit AddSecure klappt hervorragend. Unsere Anregungen werden offen aufgenommen und kooperativ umgesetzt. Mit denen kann man wirklich reden“, stellt Schmitz fest, der noch viele weitere Ideen für die Zukunft hat. So sollen die Telematikdaten vollständig in das bei Heinrich Schmidt eingesetzte ERP-System übernommen werden, um die Lieferscheine zu digitalisieren und Kunden über den genauen Lieferzeitpunkt zu informieren. In diesem Zusammenhang werden die Fahrer mit mobilen Computern und einer von AddSecure entwickelten App ausgestattet Außerdem soll künftig eine vorhandene IoT-Lösung mit 220 Ortungseinheiten für Ladehilfsmittel sowie die digitale Führerscheinkontrolle per App über FleetVision gesteuert werden. Nicht zuletzt will Schmitz auch das Tankkarten-Management in das neue System integrieren.
Einsparungen von 80.000 EUR pro Jahr
Einsparpotenzial sieht Schmitz zum Beispiel beim Dieseldiebstahl, der sich anhand der Tankabrechnungen und der tatsächlichen Füllstände schnell aufdecken lässt. „Wir sehen dann sofort, ob der Diesel auch wirklich im Fahrzeugtank angekommen ist und können im Einzelfall sofort einschreiten“, sagt Schmitz. Unter Fuhrparkleitern gelte die Faustregel, dass die Diebstahlquote beim Kraftstoff bei rund drei Prozent liege. Allein für die rund 54 Fahrzeuge der Standorte Mönchengladbach, Krefeld und Wesel ergibt sich daraus bei einem Verbrauch von 17 Litern und einer jährlichen Fahrleistung von 1,7 Mio. Kilometern ein Sparpotenzial von 8.700 Litern. Das entspricht einer jährlichen Summe von 13.000 EUR. Hochgerechnet auf den Gesamtfuhrpark liegt dieser Wert sogar bei rund 80.000 EUR.
Eine ähnlich hohe Einsparung erwartet der Logistikleiter durch das von AddSecure entwickelte Eco-Driving System, das in FleetVision integriert wurde. Es bietet die permanente Analyse der Fahrtechnik und erstellt ein Ranking der Fahrer. Trends im Kraftstoffverbrauch werden automatisch in Berichten zusammengefasst, so dass ineffiziente Fahrweisen schnell identifizierbar sind. Diese Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb seines Fuhrparks gehört für Schmitz zu den Hauptvorteilen des Systems. Dabei geht es nicht nur um Kosten, sondern auch um den Nachweis eines zertifizierten Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001.
Schlüssel für das Energie-Audit gemäß ISO 50001
„FleetVision ist ein mächtiges Tool, mit dem wir auf Basis der FMS-Daten Einsparpotenziale definieren und umsetzen können. Damit erfüllen wir die Anforderungen der ISO 50001 für das systematische Senken der CO2- und Verbrauchswerte“, so Schmitz, der mit Hilfe von FleetVision die Daten für das jährliche Energie-Audit generiert. „Ein exakt messbarer Dieselkonsum ist der Schlüssel, um die Ziele des Energie-Audits zu erreichen“, ist Schmitz überzeugt.
Fazit: Der Umstieg auf eine zukunftsfähige Telematiklösung mit neuen Boxen und dem Flotten- und Transportmanagementsystem FleetVision verschafft der Heinrich Schmidt Gruppe neue Analyse- und Steuerungs-Möglichkeiten ihres Fuhrparks. Neben einer schnellen Amortisierung und vereinfachten Prozessen ist nun der Weg frei für eine Zertifizierung gemäß ISO 50001 mit jährlichen CO2-Einsparungen.
Über die Heinrich Schmidt Gruppe:
Die Heinrich Schmidt Gruppe ist ein im Jahr 1960 gegründeter Großhändler, der mit 16 Tochterunternehmen in den Bereichen SHK (Sanitär Heizung und Klima), Elektro, Stahl, Aluminium, Groß- und Kleingeräte sowie Maschinenbau aktiv ist. An 141 Standorten in Nordrhein-Westfalen, den östlichen Niederlanden, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern beschäftigt die Gruppe rund 2.450 Mitarbeitende. Von den in den Stammdaten geführten 3,4 Mio. Artikel sind an den 17 Zentrallägern 125.000 Artikel verfügbar. Die Auslieferungen erfolgen mit 360 eigenen LKW.
Weitere Informationen unter www.heinrich-schmidt-gruppe.de.