Es reicht nicht aus, nur den Fahrer über den Reifendruck zu informieren. Der Fahrer ist für den ordnungsgemäßen Transport verantwortlich und soll sich auf seine Kerntätigkeit konzentrieren. Das Fuhrparkmanagement und die Disposition müssen in den Informationsfluss einbezogen werden, um die notwendigen Folgeschritte einzuleiten.
Es geht vor allem um Energie- beziehungsweise Kraftstoffeinsparungen, eine erhöhte Lebensdauer der Reifen und das Vermeiden von Unfällen und Ausfallzeiten. Speziell beim Einsatz von batterieelektrisch angetriebenen Elektrofahrzeugen kommt der Aspekt der erhöhten Reichweite und der eingesparten Ladezeiten hinzu. Und: Jeder monetäre Gewinn ist zugleich ein Gewinn an Nachhaltigkeit.
Integrierte TPMS: Wieviel Kraftstoff lässt sich sparen?
Ein TPMS erkennt schleichenden Druckverlust frühzeitig und meldet diesen an den Fahrer, der sofort eingreifen kann. Wenn das TPMS in ein Telematiksystem eingebunden ist, kann auch der Disponent oder der Fuhrparkleiter in Echtzeit über den Druckverlust informiert werden. Auf diese Weise kann sofort reagiert und unnötiger Mehrverbrauch vermieden werden. Was bedeutet das konkret? Bereits ein Reifendruck von 0,5 bar unter dem Sollwert erhöht den Kraftstoffverbrauch um bis zu 3 Prozent.
Bei einem typischen Sattelzug mit einem Dieselverbrauch von 30 Litern und einer jährlichen Fahrleistung von 120.000 Kilometern und einem Dieselpreis von 1,50 EUR pro Liter lassen sich somit rund 1.080 Liter Diesel im Wert von 1.620 EUR pro Jahr und Fahrzeug einsparen.
Inwieweit verlängern integrierte TPMS die Reifen-Lebensdauer?
Reifen mit zu geringem Druck verschleißen schneller und ungleichmäßig. Durch eine konstante Überwachung lässt sich die Lebensdauer um 10 bis 15 Prozent verlängern. Ein typischer Lkw-Reifensatz kostet 2.000 bis 3.000 EUR. Die Einsparung durch die längere Nutzungsdauer beträgt demnach 200 bis 450 EUR pro Jahr und Fahrzeug.
Wie können integrierte TPMS die Sicherheit erhöhen?
Ein zu niedriger Reifendruck verursacht nicht nur höhere Reibungswiderstände und Verbräuche, sondern aufgrund der steigenden Reifentemperaturen in vielen Fällen auch Reifenpannen. Diese wiederum sind der häufigste Auslöser für Lkw-Ausfälle – hohe Kosten für Abschleppen, Standzeiten und verpasste Termine sind die üblichen Folgen. Die Folgekosten eines ungeplanten Ausfalls des LKWs durch eine Reifenpanne summieren sich schnell auf über 1.000 Euro pro Vorfall.
Fazit: Das Telematik gestützte Überwachen des Reifendrucks amortisiert sich schnell
Es ist klar geworden, dass in ein Telematiksystem integrierte TPMS zu echten Prozessverbesserungen im Unternehmen führen. Die Investition in ein integriertes TPMS liegt bei etwa 500 bis 1.000 Euro pro Fahrzeug. Dank der beschriebenen Einsparungen amortisiert sich das System demnach innerhalb von sechs bis zwölf Monaten – je nach Fahrleistung und Anwendungsbereich.